Er ging gerademal zur Schule, vielleicht sieben oder acht Jahre alt. Am Essenstisch fiel es ihm manchmal schwer ruhig zu sitzen. „Wirst du wohl artig sein“ mahnte der Vater. Doch es fruchtete nicht. Zielstrebig erhob sich der Vater ging nach draußen und kehrte mit einer Rute in der Hand zurück. Alle sieben Kinder saßen artig hinterm Tisch. Die Rute wurde oben auf den Küchenschrank gelegt. Wenn man nach oben blickte konnte man das Ende dieses Wunderstabes immer erspähen. Gebraucht wurde es nie.
In der Heuernte wurde jede Hand gebraucht. Er war noch in der Grundschule, aber er dachte sich : ich muss meinem Vater helfen, und so fragte er sich für den nächsten Tag frei. Vater und Sohn waren doch ein Team.
Als er elf Jahre war ging er in den Sommerferien zu einer Kinderfreizeit. Er lernte Jesus kennen und nahm ihn in sein Herz auf. Jesus war jetzt Mittelpunkt in seinem Leben. Jesus sagt: Ich und der Vater sind eins. Wer Jesus hat, hat den Vater.
Jetzt hatte er zwei Väter : einen irdischen, wo er zuhause war und einen himmlischen Vater, wo er jetzt auch ein zuhause hat.
Nach Schule und Berufsausbildung übernahm er zusammen mit seinem älteren Bruder den elterlichen Hof. Er war stolz mit 20 Jahren Unternehmer zu sein. Geplant wurde ein großer Stall. Der Bau begann. Doch dann war es so, als würde der himmlische Vater rufen: ich brauche dich. Leukämie, der Arzt sagte, noch ein halbes Jahr. Der Stall war fast fertig, als er im Krankenhaus lag zogen die ersten Tiere in den Stall. Auf einem Polaroid Foto konnte er es noch sehen. Am Sonntag darauf, als in seiner Heimatgemeinde das VaterUnser gebetet wurde holte sein himmlischer Vater ihn zu sich. Er wäre gern geblieben, doch er wusste wo er hingeht.
Sein irdischer Vater trauerte: ach hätte ich doch für ihn gehen können.
Er schrieb auf den Grabstein: Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.
Mandolin, Banjo, Acoustic Guitar, Violin, Piano, Spoken Word, Choir, Male Vocals, Female Vocals, Country, Sentimental, Melancholic